Kurs

Lernziele

Systemisch fundierte Grundhaltung im eigenen Denken und Handeln

Systemisches Verständnis von Wirklichkeit und Interventionskompetenz

Fundierte Kenntnisse über systemische Organisationstheorie

Differenzierte Fertigkeiten

Kompetenz, Coaching-/Entwicklungsprozesse zu konzipieren, zu gestalten und zu evaluieren

Einepersönliche Tonalität

Respekt vor und Berücksichtigung der Werteorientierung einer Organisation

Reflexion der Bedeutung organisationseigener und funktionsgebundener Beratung, Entwicklung und Führung

Professionelle Darstellung von Coaching

Eine ausführliche Darlegung der Lernziele mit Indikatoren und Evaluation findet sich in der ausführlichen Kurskonzeption.

Lernarchitektur

Präsenzmodule

Kern der Weiterbildung sind neun Module á vier Tage (Beginn und Ende jeweils am Mittag). Die Module dienen der Vermittlung der theoretischen und konzeptionellen Inhalte, dem Training als Coach und der Selbsterfahrung in der Kursgruppe.

Lernprojekte

In drei Lernprojekten werden konzeptionelle und praktische Themen vertieft. Die Lernprojekte werden in selbstorganisierter Gruppenarbeit nach Manual durchgeführt. Sie beinhalten Praxisanteile. Die Themen der Lernprojekte sind: 1. Projekt- und Moderationsmethoden, 2. Beratung im digitalen Raum, 3. Arbeit mit Großgruppen.

Lernberatung / Coachingprozesse

Im Verlauf der Weiterbildung sind mindestens drei Coachingaufträge im Bereich Beratung / Entwicklung / Führung zu realisieren. Mindestens ein Auftrag ist frei akquiriert. Mindestens ein Auftrag ist ein Einzelcoaching, nach Möglichkeit einer Führungskraft. Weiteres siehe Konzept. Nachzuweisen sind 70 UE eigene praktische Arbeit (ohne Vor- und Nachbereitung).

Hinzukommt die Konzipierung und Durchführung eines Entwicklungsprojekt in einem eigenen beruflichen Arbeitsfeld.

Lehrcoaching und Supervision

Supervision zum Beginn der Weiterbildung: 5 Termine á 90 Minuten zur Klärung u.a. der Motivation, Bedeutung und Einbettung der Weiterbildung.

Lehrcoaching: nach den Standards der DGfC: 10 Termine á 90 Minuten.

Gruppensupervision beraterischer Praxis: 14 Sitzungen á 180 Minuten in regionalen Gruppen. Zuzüglich 5 Treffen á 180 Minuten Intervision.

Gruppenprozess

Die Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit in der Kursgruppe dienen dem Probelernen von Gruppenprozessen und der Erweiterung von Möglichkeiten des eigenen Verhaltens in Gruppen. Ein besonderes Augenmerk gilt biographischen Spiegelphänomenen.

Die Reflexion von Gruppenprozess und Selbsterfahrung ist Teil der Kurskommunikation. Sie wird während der Module u.a. in selbstbeobachtender Triadenarbeit und/oder Reflecting Teams angestoßen.

Zum Abschluss der Weiterbildung, d.h. im Modul 9, realisiert die Gruppe eine halbtägige Abschlussveranstaltung als “Unternehmen der Gesamtgruppe” mit geladenen Gästen (z.B. Fach- und Führungskräfte entsendender Organisationen, Beraterkolleg:innen, Fachreferent:innen). Thema und Form (z.B. Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden) wählt die Gruppe, das Thema muss sich aber mit Coaching, Beratung, Entwicklung und/oder Führung in werteorientierten Organisationen befassen.

 

Coachingprofil 

 Die Teilnehmenden erarbeitet ein individuelles Profil als Coach. Möglich sind ein Textdokument oder (bevorzugt) ein Selbstpräsentations-Flyer/-Webseite.

Begleitung durch die Kursleitung

Die Teilnehmenden werden auf dem Weg durch die Weiterbildung von der Kursleitung begleitet. Die Begleitung beinhaltet insbesondere die gemeinsame Durchsicht der Dokumentationen der Lernberatungs- und Coachingsprozesse mit der Möglichkeit zur Rückbindung an die Inhalte der Module und Lernprojekte sowie Feedback zum Erleben in den Modulen als Angebot der Persönlichkeitsentwicklung.

Zur Hälfte des Kurses gibt die Kursleitung ein strukturiertes Feedback zu Wahrnehmungen des Lern- und Entwicklungsstandes.

Selbststudium

Die Kursleitung stellt Materialien zu den Inhalten der Weiterbildung zur Verfügung. Es besteht die Erwartung, sich mit diesen zu beschäftigen, insbesondere die Module vor- und nachzubereiten.

Theorie-Praxi-Arbeit

Erarbeitung einer ca. 25-seitigen Theorie-Praxis-Arbeit nach Standards wissenschaftlichen Arbeitens. Die Arbeit zeigt die Fähigkeit, sich anhand eines praktischen Themenfeldes mit Konzepten und Methoden des Coachings und/oder der Organisationsentwicklung auseinanderzusetzen.

Kolloquium

Im Abschlussmodul findet ein 20-minütiges Fachgespräch (Kolloquium) mit einem Mitglied der Kursleitung und einer fachlich versierten Person statt. Im Kolloquium geht es um die Fähigkeit, sich über ein Thema aus den Inhalten der Weiterbildung fachlich versiert auszutauschen.

Out-of-the-Box-Angebote

Mehrfach im Verlauf der Weiterbildung werden interessante Personen eingeladen, die mit ihren Perspektiven und Erfahrungen zum Mit- und Querdenken einladen.

Erfolgreicher Abschluss der Weiterbildung

Die Weiterbildung ist erfolgreich abgeschlossen, wenn

 

  • die zu erbringenden Leistungen in ihrer Gesamtheit erbracht sind,
  • die:der Lehrcoach die Eignung zur Arbeit als Coach bescheinigt,
  • die Kursleitung oder Gruppensupervisor:in keinen schwerwiegenden Einwand erhebt. 

Kursverlauf

Beginn Supervision zum Beginn der Weiterbildung und Auftakttreffen (28. Januar 2027)

Modul 1

Kursstart, Systemische Beratung I: Basale Verständnisse (15. bis 18. März 2027)

  • Grundlagen systemischen Denkens: die Konstruktion von Wirklichkeit
  • Ethik und Haltung systemischer Arbeit
  • Grundfertigkeiten systemischer Beratung: Koppelung, Pacing und Leading
  • Verständnis der Rolle als Coach in Beratung, Entwicklung, Führung

Abschluss Supervision zum Beginn der Weiterbildung

Hospitation in (mindestens) einem Beratungsprozess

Modul 2

Systemische Beratung II: Basiskönnen für Beratung (18. bis 21. Mai 2027)

  • Grundfertigkeiten systemischer Beratung: Moderation, Fragetechnik, Mapping-Methoden
  • Gestaltung des Einstiegs in Beratung und des Kontrakts (Dreieckskontrakt)
  • Arbeit im Transaktionsfeld harter und weicher Faktoren
  • Christliche Spiritualität als Ressource

Beginn einer Lernberatungs-/Coachingprozesse

Beginn der Gruppensupervision und der Intervision

Modul 3

Systemische Beratung III: Gestaltung von Entwicklungs- und Veränderungsprozessen (20. bis 23. September 2027)

  • Lernen, Entwicklung und Veränderung in volatilen, komplexen, dynamischen Systemen
  • Musterbildung, Mustererkennung und Musterunterbrechung
  • Grundfertigkeiten systemischer Beratung: Aufstellungsarbeit
  • Gestaltung des Beratungsprozesses (Beratungsarchitektur und Beratungsdesign)

Lernprojekt 1 – Projekt- und Moderationsmethoden

  • Projektmethoden
  • Moderationsmethoden (inkl. Visualisierung)

Modul 4

Beratung von Einzelpersonen, Gruppen und Teams (17. bis 20. Januar 2028)

  • Intra- und interpersonelle Dynamiken
  • Team-/Gremiencoaching und Team-/Gremienentwicklung
  • Führungskräftecoaching
  • Möglichkeiten und Grenzen organisationsinterner Beratung

Lernprojekt 2 – Beratung im digitalen Raum

  • Erarbeiten beraterischer Spezifika
  • Technische Realisation (inkl. Achtsamkeit auf den Datenschutz)

Modul 5

Organisationsentwicklung I: Organisationale Transformation (3. bis 6. April 2028)

  • Framework für nachhaltige Entwicklung
  • Analyse der Organisation und ihrer Kontexte
  • Organisations- und Prozessdesigns und Transformation von Strukturen
  • Widerstände und Trauer in Transformation

Teilnahme oder Mitgestaltung einer Großgruppenmoderation

Modul 6

Organisationsentwicklung II: Strategie- und Kulturentwicklung (19. bis 22. Juni 2028)

  • Was ist Organisationskultur?
  • Mindset, Start with why, Purpose
  • Strategieentwicklung
  • Lernen auf Dauer stellen

Entwicklungsprojekt im eigenen Arbeitsfeld

Modul 7

Organisationsentwicklung III: Exnovation und Innovation (16. bis 19. Oktober 2028)

  • Exnovations- und Innovationsverständnis
  • Konzeptionelle Ansätze (u.a. Design Thinking, Effectuation)
  • Geschäftsmodell- und Immobilienentwicklung
  • Adressatenorientierung und Stakeholder-Kommunikation

Lernprojekt 3 – Arbeit mit Großgruppen

  • Dynamik und Moderation von Großgruppen
  • Großgruppenformate

Modul 8

Krise und Konflikt begleiten (19. bis 22. Februar 2029)

  • Systemisches Verständnis von Krise und Konflikt
  • Möglichkeiten und Grenzen der Intervention
  • Mediierende Verfahren
  • Persönliches Standing in Krisen- und Konfliktsituationen

Späteste Abgabe der Theorie-Praxis-Arbeit am 31. Juli 2029

Modul 9

Abschluss der Weiterbildung (3. bis 6. September 2029)

  • Besprechung der Theorie-Praxis-Arbeiten
  • Kolloquium
  • Abschlussveranstaltung und Zertifikatsübergabe (mit Gästen)
  • Auswertung, Fest und Abschied

Spätester Zeitpunkt der Vorlage aller Leistungen 31. Januar 2030